Jan 18

„Was, Du willst Telemarken? Mit Deinem Knie?“      …..  Ja, genau das will ich !!

Zwei Kreuzbandrissen sei Dank fährt seit Jahren bei jedem Skitag die Angst umʼs Knie mit, mal mehr, mal weniger. Natürlich bin ich da hellhörig geworden, als mir der Wolfi bei einer Tasse Glühwein mit leuchtenden Augen vom Telemarken erzählt hat: „Stephi, das musst Du unbedingt probieren, das ist das Beste, was Du für Dein Knie machen kannst!” Gesagt, getan: Ein paar Tage später stehe ich gestiefelt und gespornt oben an der Stümpflingbahn am Spitzingsee und lausche aufmerksam den Ausführungen meines Telemarklehrers Eric. Was bei ihm nach locker flockig „Free your heel” aussieht, erinnert bei mir anfangs eher an „aus der Bahn, Kartoffelschmarrn”: die Arme rudern in der Luft, der Oberkörper rotiert grundsätzlich in jeder Kurve um die eigene Achse und die Ski sind irgendwo dazwischen.
Um so erstaunter bin ich, als ich nach einer Weile spüre, wie mit ein wenig Konzentration und Körperspannung auch die Kontrolle zurückkommt. Natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und etwas wackelig fühlt sich das Ganze nach wie vor an. Aber mit jeder Abfahrt wird mein Gefühl für den Ski, den Untergrund, die Bewegung besser.

Das Tempo wird schneller, der Stand stabiler und das Glücksgefühl mit jeder Kurve größer. Und auf einmal merke ich, dass ich immer weniger denke und immer mehr fahre. Das Kopfkino gibt Ruhe, Freude breitet sich aus, purer Genuss.

Mein Fazit nach vier Tagen Telemark Crashkurs: Nochmal bitte, denn es war einfach großartig!

Und mein Knie? Dem gehtʼs prächtig, so gut wie schon lange nicht mehr. Da hatte er
Recht, der Wolfi.

Vielen Dank an Schneestolz für vier hervorragende Tage im Schnee und eine mehr als
gelungene Einführung in die Welt des Telemarkens!

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