Mar 04

Die Welt fernab von markierten Pisten zu entdecken ist mit das Höchste.

Blauer Himmel so weit das Auge reicht, Schnee bis ins Tal: so präsentierte sich das Gebiet unterhalb des Oberalpstock am frühen Morgen. Rauf auf den Berg und die ersten Kurven in den Schnee zaubern. Der Vormittag wurde intensiv damit verbracht, an der Grundposition auf dem Ski zu arbeiten. Ohne die geht im Gelände nichts. Am Nachmittag widmeten wir uns der LVS Suche (Lawinenverschüttetensuche). Diese ist beim Freeriden genauso elementar wie die Skitechnik. Das
Prinzip der Feldlinien verstehen und der richtige Umgang mit dem LVS Gerät sind im Ernstfall die einzige Möglichkeit, seinen Kameraden in Not zu helfen. Wissbegierig wurde hinterfragt, voller Konzentration geübt bis die Sonne schon tief unten war.

Freeride Disentis 3000

Am folgenden Tag – Sonne pur. Super skimotiviert wurde weiter an der Technik gefeilt. Kurze, mittlere Radien, wann wie wo belasten — all das soll auf den zwei Brettern erfahren werden. Von der Piste ins Gelände, nach soviel Input waren alle heiß, das Gelernte endlich abseits der Piste umzusetzen. Jedem Einzelnen stand die Freude ins Gesicht geschrieben fernab der gebügelten Bahnen Ski zu fahren. Rauf-runter, Technik Übungen bringen Vertrauen in die eigene Skitechnik; so vergehen die Stunden wie im Flug. Vom leichten ins schwere Gelände, was auf der Piste schon fast spielerisch von der Hand geht, ist im Backcountry noch harte Arbeit. Es ist eine Freude mit einer so motivierten Gruppe Zeit am Berg verbringen zu dürfen, persönliche Fortschritte waren bei allen deutlich sichtbar. Was vor zwei Tagen noch weit am Skifahrhorizont war, wird jetzt unter die Bretter genommen. Val Segnas, wir kommen. Lawinenlagebericht lesen und interpretieren gehört ebenfalls zum Basiswissen jeden Freeriders. Wo steht was? Worauf muss ich achten? Was ist wirklich wichtig für mich als Freerider. Was will er mit diesem oder jenem Wortlauf ausdrücken? So viele Fragen die beantwortet werden wollen. Nehmt Euch die Zeit ihn zu lesen, er kann Euch bei Entscheidungen helfen. Von der Theorie wieder in die Praxis…… Stecken weg. aktiv Skifahren, Bewegungen aus den Beinen initiieren. Fahrt mutig, denn das Gelände schenkt Euch nichts. Die Bedingungen waren bestens für ausgedehnte Trainig-Runs im Gelände. In den schattseitigen Hängen gab es noch fast frischen Pulver, wohingegen es in der Sonne schon firnig geworden ist. Hart aber fair könnte man die Schneeverhältnisse bezeichnen. Für jeden was dabei.

Die Zeit verging rasant und so stand schon der vierte Tag an. Drei Tage wurde fleißig trainiert, geschwitzt und Wissen aufgenommen. Jetzt ging es zum letzten Ritt. Mit einer topographischen Karte ging’s los um sich einen Überblick über unser Vorhaben zu verschaffen. Im Val Acletta gibt es unzählige Runs, die begeistern. Nachdem wir wussten, wo es lang geht, stand dem Erlebnis nichts mehr im Weg. Von knapp 2900 Metern bis auf 1200 vor atemberaubender Bergkulisse durchs
Backcounty zu fahren zauberte jedem ein breites Grinsen auf die Lippen. Wer hätte das gedacht: die eigene Skitechnik so verbessert um solche Abfahrten genießen zu können.

Freeride Technik Basis Camp Disentis. Ihr habt Euch einen super Grundstock rund um das Thema Freeride gelegt um viele weitere super Erlebnisse auf verschneiten Bergen zu haben. Riesen Lob noch einmal an Euch für Eure große Motivation und die Umsetzung im Schnee. Es waren wirklich feine Tage!

Großes Dankeschön auch an das Hotel Montana für die hohe Gastfreundschaft und die familiäre Atmosphäre.

Wir wünschen Euch allen noch super Tage im Schnee. Schee wars.

Euer Schneestolz Team

Leave a Reply

preload preload preload