Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Abschluss des Skikurs – Reisevertrages

a. Eine Anmeldung bedarf der Schriftform. Diese Anmeldung gilt als verbindliches Angebot ihrerseits an den Veranstalter, den Reisevertrag abzuschließen.
b. Der Abschluss des Reisevertrags kommt zustande mit der Annahme der Anmeldung des Teilnehmers durch einen vertretungsberechtigten Gesellschafter des Veranstalters. Die Vertragsannahme
durch den Veranstalter bedarf keiner besonderen Form.
c. Eine telefonische Anmeldung gilt als vorläufige Reservierung, nicht als verbindlicher Vertragsabschluss. Hieraus ergeben sich noch keine Ansprüche auf Leistungen.
d. Unmittelbar nach Eingang der Anzahlung / Zahlung des Reispreises wird vom Veranstalter der Teilnehmerausweis ausgestellt und an den Teilnehmer versendet. Durch den Versand dieses Ausweises wird der Teilnehmer über den Abschluss des Reisevertrages informiert. Mit dem Teilnehmerausweis wird erforderlichenfalls auch der Reisesicherungsschein im Sinne von § 651 k (3) BGB ausgehändigt.
e. Der Teilnehmerausweis enthält die Reiseleistungen, soweit diese nicht im Prospekt bzw. Internetauftritt genannt werden.

2. Bezahlung / Anzahlung

a. Nach Erhalt des Teilnahmeausweises veranlasst der Teilnehmer sofort die Anzahlung. Die Höhe der erforderlichen Anzahlung ist im Prospekt / Internet oder im Reisevertrag genannt.
b. Die restliche Summe überweist der Teilnehmer bis spätestens 30 Tage vor Reiseantritt an den Veranstalter. Hierfür ist keine weitere Zahlungsaufforderung durch den Veranstalter erforderlich.
c. Erfolgt die Anmeldung weniger als 30 Tage vor Reiseantritt, so ist der gesamte Reisepreis sofort und auf einmal fällig.
d. Für die Einhaltung der Zahlungsfristen ist der Zahlungseingang beim Veranstalter maßgeblich.
e. Nach Eingang der Zahlung des gesamten Reisepreises werden die Reisepapiere an den Teilnehmer ausgehändigt.

f. Gebuchte Gutscheine für Reisen oder Kurse werden erst nach Zahlungseingang des gesamten Preises ausgehändigt.

3. Leistungen, Preise und Leistungsänderungen

a. Für Veranstaltungen, die im Prospekt bzw. Internet konkret angeboten werden, gelten verbindlich nur die Leistungen, die im Prospekt bzw. Internet angegeben sind und auf die der Teilnehmerausweis sich bezieht.
b. Weitere Vereinbarungen erfordern die schriftliche Zustimmung des Veranstalters.
c. Die Leistungen für spezielle Veranstaltungen, die nicht konkret im Prospekt bzw. Internet angeboten werden, werden mit dem jeweiligen Teilnehmer im Reisevertrag vereinbart.
d. Leistungsänderungen und Preisanpassungen durch den Veranstalter, aus sachlich berechtigten Gründen, die sich seines Einflusses entziehen, sind vor und nach Vertragsabschluss zulässig. Über Abweichungen werden die Teilnehmer vom Veranstalter umgehend informiert.
e. Änderungen von Wechselkursen und die Anhebung von Gebühren für Transporte die in Zusammenhang mit der Reise stehen, führen zu einer nachträglichen Anhebung des Reisepreises um den Betrag, um den die Reise dadurch betroffen ist.

4. Rücktritt / Abbruch / Ersatzreisender

a. Der Rücktritt des Teilnehmers von einer Reise muss schriftlich innerhalb gewisser Fristen vor Reiseantritt erfolgen. Entscheidend für die Einhaltung der Fristen ist der Eingang Ihres Rücktritts beim Veranstalter. Tritt der Teilnehmer die Reise nicht an, so gilt dies als Rücktritt.
b. Rücktritt durch den Teilnehmer hat eine zumindest teilweise Einbehalt des Reisepreises durch den Veranstalter zur Folge, um bereits erfolgte Vorleistungen durch den Veranstalter zu entschädigen. Im Allgemeinen, sofern im Reisevertrag nicht explizit anders vereinbart, gilt folgende Staffelung:
Rücktrittszeit Stornierungsgebühr
Bis 60 Tage vor Reiseantritt 20 % des Reisepreises
Bis 30 Tage vor Reiseantritt 50 % des Reisepreises
Bis 5 Tage vor Reiseantritt 80 % des Reisepreises
Späterer Rücktritt als 5 Tage vor Reiseantritt 100 % des Reisepreises
Maßgeblich ist dabei der Eingang der schriftlichen Absage. Falls der Teilnehmer nicht einen geringeren Schaden nachweisen kann, greift diese Staffelung. Der Veranstalter empfiehlt daher den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung.
c. Sollte der Teilnehmer einzelne Teile der Reiseleistungen infolge eines vorzeitigen Abbruchs der Reise oder aus anderen zwingenden Gründen nicht in Anspruch nehmen, so wird der Veranstalter versuchen, zu Gunsten des Teilnehmers zu verfahren. Der Veranstalter übernimmt aber keine Garantie für eine Rückzahlung, vor allem nicht bei Aufwendungen, die an fremde Leistungsträger zu zahlen sind.
d. Ein Ersatzteilnehmer kann vom Teilnehmer beigebracht werden, sofern dieser Ersatzteilnehmer altersmäßig und von seinem skifahrerischem Können dem zurückgetretenen Teilnehmer ähnlich genug ist, um den Ablauf der Reise nicht zu gefährden. Die Entscheidung darüber behält sich der Veranstalter vor. Bei Teilnahme eines Ersatzteilnehmers wird eine Umbuchungsgebühr in Höhe von 5 % des Reisepreises fällig.
e. Abbruch der Veranstaltung wegen Fehlverhaltens nach § 4. c eines Teilnehmers hat grundsätzlich keinerlei Rückzahlung des Reisepreises zur Folge.
f. Ein totaler oder teilweiser Ausschluss eines Teilnehmers von der Veranstaltung nach § 4. d aufgrund fehlenden oder nicht funktionierenden Ausrüstungsgegenständen des Teilnehmers hat grundsätzlich keinerlei Rückzahlung des Reisepreises zur Folge.
g. Absage oder Abbruch der Veranstaltung auf Grund höherer Gewalt bzw. wegen Gründen, die der Veranstalter nicht zu vertreten hat, berechtigen den Veranstalter zur Kündigung des Reisevertrages und führen zu einer angemessenen Teilrückerstattung des Reisepreises. Weitere Ansprüche bestehen nicht.
h. Anmeldeschluß ist eine Woche vor Reisebeginn. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, bei Erreichung der Kapazitätsgrenzen, den Anmeldeschluss ohne Ankündigung vorzuziehen.

5. Mindestteilnehmeranzahl / Teilnehmeranforderungen / Kündigung

a. Die Nichterreichung der ausgeschriebenen Mindestteilnehmeranzahl führt zur Nichtdurchführung einer Veranstaltung. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, die Reise dann ersatzlos bis zehn Tage vor Reiseantritt abzusagen. In diesem Fall wird der Teilnehmer sofort vom Veranstalter informiert und der Reisepreis wird umgehend in voller Höhe zurückerstattet. Die Mindestteilnehmeranzahl liegt bei 5 Personen. Diese Bestimmung gilt, soweit sie im Reisevertrag für die jeweilige Veranstaltung nicht speziell anders geregelt ist.
b. Eine Störung des Ablaufs der Veranstaltung durch den Teilnehmer hat zunächst eine Abmahnung durch den Veranstalter oder einem vom Veranstalter Beauftragten zur Folge. Im Wiederholungsfall erfolgt eine Kündigung des Reisevertrags. Zu Fehlverhalten zählen insbesondere die Missachtung sicherheitsrelevanter Anweisungen an den Teilnehmer, Belästigung anderer Teilnehmer und allgemeines Fehlverhalten, das die Veranstaltung für die anderen Teilnehmer unzumutbar macht (siehe auch 3.d).
c. Bei grob unzutreffenden Angaben des Teilnehmers über seine skifahrerischen Fähigkeiten, behält sich der Veranstalter eine Kündigung des Reisevertrages vor. Dies gilt insbesondere dann, wenn für
eine Veranstaltung bestimmte Mindestanforderungen bestehen, die im Katalog / Internet / Reisevertrag kommuniziert wurden und vom Teilnehmer in einer Art und Weise nicht erfüllt werden, dass eine sichere Teilnahme an der Veranstaltung für diesen nach dem Ermessen des Veranstalters unmöglich ist.
d. Der Teilnehmer ist selbst dafür verantwortlich, dass seine für die reibungslose Teilnahme an der jeweiligen Veranstaltung erforderliche Ausrüstung vorhanden und in funktionsfähigem Zustand ist. Dazu zählen im Allgemeinen insbesondere Bindungen, aber auch Board- bzw. Skischuhe, Skis und Boards. Falls für eine Veranstaltung eine besondere Sicherheitsausrüstung (wie Lawinenverschüttetensuchgerät, Lawinenschaufel, Lawinensonde) erforderlich ist, wird dies im Reisevertrag ausdrücklich kommuniziert. Stellt der Veranstalter oder vom Veranstalter Beauftragte Funktionsmängel oder Fehlen von diesen Ausrüstungsgegenständen beim Teilnehmer fest, die in der Verantwortung des Teilnehmers liegen, haben sie aus Sicherheitsgründen die Pflicht, den Teilnehmer ganz oder teilweise von der Veranstaltung auszuschließen.
e. Der Veranstalter nimmt nur volljährige Personen als Kunden auf, sofern dies im Reisevertrag nicht individuell anders vereinbart wird.

6. Haftung

a. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Sachschäden, welche die Deckungssumme der bestehenden Betriebshaftpflichtversicherung übersteigen.
b. Eine Teilnahme an unseren Veranstaltungen erfolgt auf eigene Gefahr. Schneesport ist mit Verletzungsrisiken verbunden. Der Veranstalter empfiehlt daher eine Unfall- bzw. eine Krankenversicherung, gegebenenfalls auch für das Ausland, abzuschließen. Um die Risiken zu minimieren empfiehlt der Veranstalter das Verwenden von einwandfreier Ausrüstung, insbesondere funktionstüchtige Sicherheitsbindungen, sowie Helm und Rückenprotektor. Für das Fahren abseits der gesicherten Pisten wird zusätzliche Sicherheitsausrüstung (Lawinenverschüttetensuchgerät, Lawinenschaufel, Lawinensonde) benötigt. Ist dies erforderlich, so wird es im Reisevertrag kommuniziert. Der Teilnehmer ist für die Vollständigkeit und Funktionsfähigkeit seiner Ausrüstung selbst verantwortlich.
c. Der Veranstalter ist nicht verantwortlich für Diebstähle, Verluste, Unfälle, Beschädigungen, Verspätungen und andere Unregelmäßigkeiten, die in der Verantwortung von Dritten Personen oder Gesellschaften liegen (z.B. Hotels, Transportunternehmer, Liftgesellschaften usw.). Deren Haftung bleibt von der des Veranstalters unberührt.
d. Der Veranstalter haftet nicht für Vermögensschäden, die weder durch Personen-, noch durch Sachschäden entstanden sind.
e. Von der Haftung des Veranstalters generell ausgeschlossen sind Ansprüche, die in Zusammenhang stehen mit Kriegs- oder Bürgerkriegsereignissen, anderen feindseligen Handlungen, jeder Explosion einer Kriegswaffe, Freisetzung von Strahlung aus atomarer Kernspaltung, außerdem Streik, Aussperrung, Aufruhr, inneren Unruhen, Arbeitsunruhen, Terror- oder Sabotageakten und Naturkatastrophen wie Erdbeben, Stürmen, Hochwasser, Erdrutschen, Muren und Schadenslawinen auf gesichertes Gebiet.
f. Ansprüche gegen den Veranstalter wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung von Leistungen können bis maximal 31 Tage nach Ende der Reise gegen den Veranstalter geltend gemacht werden. Diese Ansprüche bedürfen der Schriftform. Maßgeblich für den Einhalt der Frist sind das vertraglich vereinbarte Ende der Reise, sowie der Eingang des Anspruches beim Veranstalter. Diese Bestimmung gilt nur dann nicht wirksam, wenn der Teilnehmer die Nichteinhaltung dieser Frist nicht selbst zu vertreten hat.

7. Gewährleistung

Wird eine vertraglich vereinbarte Leistung nicht erbracht, so kann der Teilnehmer Abhilfe verlangen. Abhilfe kann durch den Veranstalter auch in der Weise erfolgen, dass er eine gleichwertige Ersatzleistung anbietet.

8. Mitwirkungspflicht

a. Im Falle auftretender Leistungsstörungen ist der Teilnehmer verpflichtet, im Rahmen der Gesetze alles ihm zumutbare zu unternehmen, um die Störung zu beheben, zu Ihrer Behebung beizutragen, den entstehenden Schaden möglichst gering zu halten oder ganz abzuwenden.
b. Der Teilnehmer ist verpflichtet, beim Auftreten von Störungen sofort den Veranstalter bzw. eine vom Veranstalter beauftragte Begleitperson in Kenntnis zu setzen und Abhilfe zu verlangen.
c. Erfolgt diese Meldung an den Veranstalter nicht unverzüglich und vor Ort, so sind Minderungs – und Schadensersatzansprüche betreffend diesen Mangel ausgeschlossen. Diese Bestimmung gilt nicht, wenn der Teilnehmer die Gründe für das Unterlassen der Beschwerde nicht selbst zu vertreten hat.

9. Unwirksamkeit

Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisvertrages hat nicht die Unwirksamkeit des ganzen Reisevertrages zur Folge.

10. Gerichtsstand

Gerichtsstand des Veranstalters ist Miesbach in Oberbayern.

11. Veranstalter

Veranstalter ist Schneestolz; Inhaber und Leiter: Wolfgang Petters; Anschrift: Hofrat-Dietzel-Weg 10, 83727 Schliersee; E-Mail: info@schneestolz.de; Internet: www.schneestolz.de
Darüber hinaus gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des deutschen Reisbüroverbandes für Reiseveranstalter.

preload preload preload